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Porträt Fotografie – So war das bei mir… (Teil1)

Hallo,

wer hier jetzt einen Technik Abriss erwartet, den muss ich leider enttäuschen, zumindest in dem Artikel.
Ich bin sicher auch nicht der People Profi und ich lerne noch immer dazu.
Ich möchte euch nur ein wenig darüber erzählen, warum ich mir gerade dieses Thema für mich ausgesucht habe, und wie ich das so angehe.
Es muss überhaupt nichts für Dich, lieben Leser, bedeuten.
Es muss keine Leitlinie sein und Du musst auch nicht alles genau so machen, wie ich es mache.
Mach einfach Dein Ding! Aber vielleicht hilft es Dir ja doch irgendwie…

Kurz ein klein bissel was zu mir.

Ich habe im Prinzip 2008 angefangen anständig zu fotografieren.
Mit anständig meine ich nicht das Equipment, sondern mit dem festen Willen, „etwas“ Definiertes zu fotografieren und mir Gedanken darüber zu machen, was ich dazu alles brauche.

Damals hatte ich mir von einem Kollegen eine Canon EOS 350 D ausgeliehen und erste Bilder im Auto Modus gemacht. Der Kollege hat mir nur ein 28-105mm Objektiv ausgeliehen, was mir damals aber so gar nix gesagt hatte. Für mich war es die geilste Kamera der Welt und ich hatte dieses Wunderwerk der Optik nun in meinen Händen.

Also ab jetzt hieß es für die Familie „volle Deckung“, der Papa macht wieder Bilder.

Meine Ersten Bilder, sahen ungefähr so aus :

 

…………Ich war quasi am Boden.

„Scheiß Kamera!“, „Drecks Ding“ jaja man sucht die Fehler ja erstmal mal (nicht) bei sich selbst 😉

Es vergingen ein paar Monate, mal gab es gute und mal gab es schlechtere Bilder.
Irgendwann ging mir das dann tierisch auf den Keks. Ich fing an im Internet zu suchen …

Google > „Kaputte Kamera“ „Bilder unscharf“ >>>> gehst Du www.dslr-forum.de.
Hmmm, cool, da gibt’s ne Seite wo man sich über fotografieren informieren kann.
Da gibt’s andere, die alle irgendwie geile Bilder machen, auch mit meiner Kamera.
Und so kam dann eins zum anderen und ich lernte, was Fototechnik ist und wie man die Kamera einstellen muss,
dass sie nachher was rausgibt, mit dem ich auch was anfangen konnte.

Der manuelle Modus oder die Halbautomatiken

Mein Kollege sagte: „lass da mal am besten die Finger weg von den anderen Einstellungen, da kannste viel kaputt machen“…hmmm sowas hemmt einen ja schon etwas.
Und ich dachte mir, soll ich es einfach mal testen?
Und ich nahm mir ein Herz, und stellte Av (Zeitautomatik oder Blendenvorwahl) ein.
Schärfentiefe, DOF, Fokus, Brennweite, ISO häh?
Ja irgendwann hab ichs einfach verstanden, durch immer wieder probieren.
Durch unzählige Tutorials auf YouTube.
Irgendwann weiss man, nun drehe ich die Blende zu und die ISO wird ansteigen (wenn man Sie auf „Auto ISO“ stehen hat).
Irgendwann weiß man, wenn man sich ständig seine Ergebnisse anschaut und die Ergebnisse von anderen,
warum da nun der Hintergrund unscharf ist aber hier wieder zu scharf und man versteht auch, warum es denn so wertvoll sein kann,
wenn der Hintergrund extrem unscharf ist (Freistellung von Objekten/Menschen etc). Es ist also Erfahrungssache.
Ich habe die Fotografie selten in der Theorie gelernt, sondern immer live vor Ort.
„Einfach machen“ (ok war jetzt doch nicht so kurz…)

Porträtfotografie

Von 2008 bis ca. 2012 fotografierte ich meine Familie und Bienchen und Blümchen….

Es gab die Zeit, wo mir das Fotografieren der Familie einfach nicht mehr ausgereicht hat. Ich wollte was Neues ausprobieren, nachdem ich dann mit Blümchen, Bienchen, Blätter, Katzen, Hunde etc. etc. komplett durch war, sagte ich mir, das kann es doch nicht gewesen sein.
So Anfang 2012 lernte ich einen anderen Hobby Fotografen kennen, der auch gerade dabei war, seine Fotografie etwas anzuheben.
Ich schlenderte durch Flickr und sah diese wundervollen Aufnahmen von Menschen (um nicht Frauen schreiben zu müssen, auch wenn ich glücklich verheiratet bin, denn Männer haben mich nicht wirklich sonderlich interessiert).
Dieses Klare in den Augen, diese Farben, diese Posen all das, was irgendwie richtig zusammengepasst hatte. Und alle Bilder waren knackscharf. Diese Brillanz! Das wollte ich auch können—Irgendwann!
Zwischenzeitlich hatte ich auf die eigene EOS 400D und danach auf eine EOS 7D, erhöht.
Ich informierte mich dann in Foto Foren, was man denn so zur Porträtfotografie braucht. Und es kam immer wieder die gleiche Empfehlung > na??? Ja, ein 50mm 1,8 Canon, der Klassiker!
Und genau dieses Objektiv besorgte ich mir.

Models finden…ich bin schüchtern…

Das ist am Anfang gar nicht so einfach! Aber nicht, weil dazu keiner Lust hat oder die Leute es Dir nicht zutrauen, sondern weil Du deine natürliche Scheu überwinden musst, deinen anerzogenen Minderwertigkeitskomplex.
Du bist voller Zweifel ob das, was Du so kannst oder glaubst zu können, ausreicht, um einen anderen Menschen zu fotografieren.
Du willst schließlich nicht, dass es peinlich wird oder das alle Bilder so schlecht sind, dass Du sie keinem zeigen kannst!
Nur wenn Du Dich nicht traust, wirst Du ewig dran denken wie es wohl gewesen wäre, wenn Du Dich getraut hättest! So gings mir auch. Und ich traute mich….

Bettina

_MG_6605Das erste Shooting war mit Bettina. Sie war eine Bekannte des anderen Fotografen und eher der extrovertierte Typ Frau. Genau das brauchen wir! Ich meine, wir Porträtfotografen. 😀

Wir trafen uns auf Schloß Waldthausen (Nähe Mainz). Ich habe ihr die Wahl der Klamotten überlassen….ich wusste ja nicht….das Sie auf Gothic stand(was ich aber im Fazit nicht schlimm fand).

An dem Tag machten wir LOCKER 1000 Bilder, und da waren bestimmt auch welche dabei, die schön waren, aber ich fand sie nicht, jedenfalls nicht gleich. Daher beschloss ich einfach aus jeder Serie ein Bild auszuwählen um das zu bearbeiten. Es hat laaaange gedauert….
Ich weiß nicht warum sie sagte, dass ihr die Bilder gefallen haben, vermutlich wollte sie meine Gefühle nicht verletzen…

 

_MG_6275  _MG_6365_edit_flügel_3

_MG_7037

Camera
Canon EOS 7D
Focal Length
50mm
Aperture
f/2
Exposure
1/800s
ISO
160

Die anderen

Tja meine Angst hatte ich verloren und eine ganze Menge mitgenommen an Informationen, fürs nächste Mal.

  • Nimm einen Reflektor mit
  • überleg Dir vorher was genau Du eigentlich willst
  • schau Dir vorher Bilder an die Dich inspirieren
  • frag nach ihren Vorstellungen

Etwas Blut geleckt, war ich danach wieder auf der Suche nach jemanden, den ich fotografieren durfte.
Ich fuhr zu diesem Zeitpunkt jeden Tag mit der Bahn auf die Arbeit. Dabei unterhielt ich mich meist mit den gleichen Leuten im Zug. Darunter auch eine Dame die ein gewisse Ausstrahlung hatte.
Irgendwann faste ich dann allen Mut zusammen und habe sie einfach mal gefragt, ob sie nicht mal Lust hätte, auf ein paar schöne Fotos. Zu meiner Überraschung sagte sie „Ja klar, sehr gerne! Ich bringe noch eine Freundin?“ HAUPTGEWINN! …

Mehr demnächst…

_MG_7377

(unbearbeitet)

_MG_0241

(unbearbeitet)

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