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Let’s print!

Teil 1: Stefan und die Hochzeit

Was gibt es schöneres, als etwas selbst gestaltetes in der Hand zu halten?

Bei der eigenen Hochzeit stellte sich die Frage, ob man die ganzen Safe-The-Date Karten, Einladungen und Tischkarten alle machen lässt, oder selbst gestaltet. Wir haben uns dafür entschieden selbst tätig zu werden, damit es genau so ist wie wir es uns vorstellen. Alles was man länger vorbereiten kann, wollten wir selber machen.

So sind wir auf die Einladungeskarten von Cewe-Print  gestoßen.

Uns war wichtig, dass wir in kleinen Mengen (etwa 200-250 Stück) drucken konnten, und man sich eine einfache Vorlage herunterladen konnte.

Gleich am Anfang kann man die Karten konfigurieren. Was auch hier wieder sehr praktisch ist – es gibt ein kostenloses Druckmusterbuch. Dann kann man gleich alles anfassen und spüren, und weiß am Ende, wie sich Gewicht von bestimmtem Gesicht anfühlt, oder wie ein UV Lack in der Praxis ausschaut. Dann kommt es nicht zu bösen Überraschungen und man hat keine 250 Einladungen zu Hause, die sich biegen weil das Papier zu leicht ist, oder sonst wie komisch ausschauen.

Gewicht etc. sollte einem klar sein, wenn man sich das Musterheft bestellt hat, nun kommen wir aber zur Art des Falzes. Hier gibt es drei gängige Arten: Den Wickelfalz, den Altarfalz und den Zickzackfalz.

Beim Wickelfalz stellt man sich ein Blatt quer vor. Dieses Blatt teilt man in 3 gleiche Teile.

| 1 | 2 | 3 |

Nun klappt man 1 genau über 2, und dann klappt man die 3 über die zwei. Übrig bleibt

| 3 |

Der Altarfalz ist anders.

| 1 | 2 ┊3 | 4 |

Da wird die 1 über die 2 zur Mitte geklappt, und die 4 über die 3. Es schaut dann aus wie ein Fenster, dass man öffnen kann.

| 1 ┊4 |

Der Zickzack Falz ist ähnlich wie der Wickelfalz, nur dass die 3 nach hinten weg geklappt wird statt nach vorne. Wenn man das ganze auf die kurze Seite aufstellt, schaut es aus wie ein „Z“.

Auf der linken Seite kann man die Druckvorlagen herunterladen, dann weiß man ganz genau, wo die Ränder sind etc.

 

Will man vor dem Druck nochmal einen Probeabzug haben, kann man sich diesen auch für wenig Geld bestellen, oder man bestellt einen digitalen Proof. So ist sichergestellt, dass es am Ende auch wirklich exakt so ausschaut, wie man es sich vorstellt.

Stefan

 

Teil 2: Max und die Liebe zum Print

Man kann es sich vielleicht gar nicht mehr so richtig vorstellen – aber es gab Zeiten, da gab es von den meisten Fotos nur einen Abzug. Nichts mit am Bildschirm schauen, reinzoomen. Ein Foto, häufig 10x15cm. Das hat natürlich auch die Fotografie verändert. Man schaut Bilder jetzt häufig größer an, zumindest hochauflösender. Man ist kritischer gegenüber kleinen Bildfehlern, die man nur beim genausten hinschauen sieht (pixelpeeping). Und man neigt zu mehr Weitwinkel: Dadurch dass man Fotos häufig an großen, hochauflösenden Bildschirmen betrachtet, neigt die moderne Fotografie eher dazu, mehr „Umgebung“ auf das Bild zu bringen. Das ist weder gut, noch schlecht. Es ist „anders“.

Doch Fotos versauern viel zu häufig unbeachtet auf der Festplatte. Tolle Bilder werden selten noch einmal angeschaut. Warum? Weil man nicht zufällig „drüberstößt“. Und genau hier liegt der Knackpunkt. Ich drucke einmal im Jahr meine Lieblingsfotos der letzten zwölf Monate aus und klebe sie in ein Buch. Dieses hat immer um die 40 Seiten und allein schon das Heraussuchen führt dazu, dass man sich mit seiner „Kunst“ wieder beschäftigt. Dann gibt man sie zur Druckerei oder macht direkt ein Fotobuch davon und kann auch immer wieder mal etwas hervorzeigen. Besonders der Vergleich verschiedener Jahre ist schön – denn man entwickelt sich ja doch weiter.

 

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten Fotos auf Papier zu bannen:
Man kann drucken und ausbelichten.

Die Vorteile des Druckens: Es ist günstig und bei vielen Ausdrucken geht es auch schneller.
Beim Ausbelichten jedoch, wird ein spezielles Fotopapier (das Chemikalien beinhaltet) belichtet. Die Farbe steckt quasi „im Papier“. Gerade beim Schwarz sind die Ergebnisse unglaublich. Doch ist es eben teuer und dauert deutlich länger.

Ich mache es so: Ich lasse die wirklich wichtigen Fotos (Wettbewerbe, Geschenke, usw.) ausbelichten. Das mache ich beim Fotolabor meines Vertrauens um die Ecke. Meine „normalen“ Fotos lasse ich drucken. Zum Beispiel bei Cewe, die sind ziemlich gut dabei was Preis/Leistung angeht. Für meine 40 „Jahresfotos“ bezahle ich dort für 10x15cm 7,20€ + Versand. Ich finde das echt fair, qualitativ gut und das ist mir meine „Kunst“ auf alle Fälle wert.

Wem das zu langweilig ist, kann auch Kalender, Poster oder Fotobücher drucken. Da gibt es auch unendlich viele Möglichkeiten sich auszuprobieren. Verschiedene Firmen haben verschiedenste Angebote, Software und Produkte.

Dies soll ein Plädoyer für das gute Drucken sein. Dafür, Fotos wieder eine Chance zu geben, sich aus dem binären Dasein zu befreien und in Farbe vor uns zu liegen.

Und dann haltet euer Werk in den Händen und gönnt euch diesen Moment Stolz.

Glaubt mir.

Es fetzt.

 

 

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